Dienstag, 24. September 2013

Feuchtgebiete: Ein service public, Teil III

Quaaaak. Weiter gehts in den Feuchtgebieten.


Warum soll ich mit Worten sparen? Sie sind umsonst!

(Seneca)


Dieser Blogbeitrag hat sich um ein ungeahntes Ausmass verschlafen. Und es hat verschiedene Gründe, wie zum Beispiel relativistische Effekte.

Ein weiterer ist Grund ist, dass die Grossschwippschwäger und -schwäne einer befreundeten Leserin dieses Blogs die Schweiz besucht hatten. Und auf dieser Reise, so wurde es mir zugetragen, hatten sie ausnahmslos saubere Klos auf den Autobahnraststätten angetroffen.

Dies war ein herber Schock für mich. Denn ich muss dank der pfiesen und pfösen Eule über eine Roman-Protagonistin bloggen, die sämtliche Klobrillen mit ihrer Muschi zu säubern pflegt.

So.

Und jetzt ahnt ihr auch, in welche Abgründe ich heruntersteigen muss. In die Lebenswelt einer Frau Memel, die, nomen est omen, nach einem Feuchtgebiet benannt ist.

Zunächst einmal erfährt man das Körperbild der guten Frau, über Selbstbefriedigungspraktiken und auch über die Geschlechterrollen, die sie als dominante Akteurin gleich gerne selbst zuteilt. Ihr Körper scheint das Zentrum zu sein, von welchem jegliche Lebensfreude ausgeht. Genüsse intellektueller oder seelischer Art scheint sie aber gar keine zu erfahren. Männer sind in ihrem Leben blosse Erfüllungsgehilfen ihrer Sexualität.

Zunächst einmal regt sie sich auf darüber, dass Knaben schmutzig sein dürfen, während bei Mädchen die Intimhygiene eine halbe Wissenschaft darstellt. Aber darüber verliert sie nicht viele Worte, sondern geht gleich hinüber zu einer sehr mechanistischen Erklärung der menschlichen Sexualität: Man müsse nur ein wenig nach Scheidenschleim riechen, und schon würden Männer wie wilde Tiere von ihrer Lust ergriffen werden.

Nur wer Regeln kennt, kann sie auch ganz bewusst verletzen und so einen Standpunkt vertreten. Bei ihr geht es aber gar nicht eine Reform der sexuellen und intimhygienischen Regeln – sie will nicht andere Menschen aufklären, ihnen sagen, dass sie auf eine einfachere, oder auf eine freiere, oder selbstbewusstere Weise leben können.

Es geht ihr bloss um eine möglichst bequeme Form des eigenen Lustgewinns, nicht aber um Kritik an den sexuellen Umgangsformen der Gesellschaft. Wenn irgendeine Regel ihre Zufriedenheit stört, ignoriert sie diese. Egoismus pur. Kein Gedanke daran, ob irgendjemand anderes auch von einer dieser Regeln behindert würde oder nicht; und ob es sich lohnen würde, sich für Person einzusetzen.

Aber was eigentlich treibt Frau Memel dazu, ihren eigenen Körper als blosse Benutzeroberfläche zu begreifen? Nirgendwo scheint durch, dass sie auf eine andere Weise sich für ihren Körper interessieren oder ihn pflegen würde. Sport? Fehlanzeige. Ihre Ernährung findet gar keine Erwähnung. Über den Alltag ist kaum etwas bekannt, ausser dass sie die Schule nicht wirklich gerne besuchte.

Protestiert sie aber doch gegen den bürgerlichen Sauberkeits- und Ordnungsfimmel?

Ist es Protest, wenn er im Privaten stattfindet? If a tree falls in the forest, and no-one is around to hear it – does it still make a sound?

Aber wir wissen, dass die Wahrheit nicht nur jemanden benötigt, der sie ausspricht, sondern auch jemanden, der sie anhört.

So macht sie gar kein Statement gegenüber der Öffentlichkeit, sie hat in der Handlung ihres Buches gar kein Publikum - sondern schafft dieses erst, indem ihre Handlung als Buch erscheint. Und nur deshalb, so glaube ich, erhält "Feuchtgebiete" auch dieses Image als Skandalbuch.

Charlotte Roche hat also die Bühne sehr schlau und umsichtig gewählt.

Aber tauchen wir mal ab.

In die richtig feuchten Gefilde.

Wollt ihr überhaupt?

Ja?

(Nein sagen gilt nicht. Ihr hättet mich früher unterbrechen können.)

Nach der selbstlosen Reinigungsaktion öffentlicher, ja sogar gemischtgeschlechtlicher Toiletten durch Fr. Memel wird eine gewisse Ästhetik in ihrer Kloschüssel offenbar.

Sie beschreibt nach der Tätigkeit, die wir hier "Wasser lösen" nennen wollen,  einen "weissen, weichen, hübschen" Schleimklumpen, der wie Champagner Bläschen steigen lässt.

Weiss? Okay, das ist ja noch eine objektive Beschreibung des Gegenstands.

Weich? Okay, sie hats angefasst.

Hübsch? Okay.

Aber dann interpretiert sie - obwohl er es ganz anders ausdrückte - die Meinung ihres Frauenarztes derart, dass sie halt eine "sehr aktive" Schleimhautbeschleimung hätte.

Darin kann der geneigte Leser ein gewisses Misstrauen Memels gegenüber dem medizinisch-industriellen Komplex feststellen. Hauptsache, ihr Individiualismus begegnet dem ärztlichen Rat gänzlich unbeschadet.

Am Schluss kommt Frau Memel zu ihrer Hämorrhoiden-Operation, weswegen sie gerade im Krankenhaus ist. Ein junger Arzt klärt sie darüber auf, wie sie die Operationswunde zu reinigen habe - Abtupfen sei wesentlich schmerzhafter als mit dem Duschkopf abzuspritzen. Aber da habe sie ja schon viel Erfahrung - denn regelmässig füllt sie ihre Scheide mit Wasser, indem sie den Duschkopf einführt, das Wasser aufdreht, und dann einen von ihren zur Literaturform veredelten Höhepunkte kriegt.

Dass sie auch die Selbstbefriedigung in/auf/mit einem Bidet erwähnt, verrät ihre mutmassliche Herkunft, die Oberschicht. (Ich habe in meinem Leben erst ein einziges Bidet erblickt, und da war ich so jung, dass ich es für ein Fussbad hielt.) Man hört viel über das übermässige Behütetsein in wohlhabenden Familien, aber darüber möchte ich jetzt spekulieren.


So. Das war die Rezension von "Feuchtgebiete".

Wie es auf den Seiten 27ff. weitergeht, erfahren Sie bald.



Mittwoch, 27. März 2013

Feuchtgebiete: Ein service public, Teil II

 

Ich bedanke mich nicht für diese schwere Prüfung, die mir die Eule auferlegt hat. Sie will mich leiden sehen. Sie will unbedingt die erste Eule sein im ganzen Brumms Tierleben, die Schildkröten auf den Rücken wirft, auf den Baum hinaufflattert und dann ganz genüsslich die ganze Nacht lang dem Wimmern der Kröte zuhört.

Du Eule. So ist es doch. Oder?

Ich muss gestehen, dass ich zunächst einmal das erste Kapitel gelesen habe. Und eine befreundete Bibliothekarin hatte mich vor etwa zwei Jahren vor diesem Buch gewarnt. Und erwähnte etwas von Melonen, die in der Geschichte vorkämen.

Ich weiss jetzt nicht, was genau Melonen sind, aber ich muss das mal eine Frau fragen. Am besten eine, die mehr Früchte isst als ich.

Nun, zunächst kommt mir die Protagonistin ziemlich blass vor. Man erfährt zuerst nichts über sie, nicht, was sie arbeitet, sie scheint das Abi gemacht zu haben (aber sicher bin ich mir gar nicht mehr), und über Beziehungen zu den Mitmenschen erfährt man gerade mal gar nichts. Aber trotzdem ist das, was sie offenbart, deutlich umfangreicher als die paar Platitüden der Dr.-Norden-Figuren. Und das will was heissen.

Aber durch ihren Umgang mit dem Körper – einerseits hält sie offenbar gar nichts von Hygiene (so wird das auf dem hinteren Buchdeckel angekündigt), aber andererseits rasiert sie sich an Stellen, die nur ungesicherten Yogakletterern im XI. Grad zugänglich sind.

Natürlich ist mir bewusst, dass ihr ehrliches (oder krasses) Schildern auch dazu dient, die Aufmerksamkeit des lesenden Schildkrötchens von anderen Dingen ab- und auf ihre Sexualität zu lenken. Wenn der Zauberer seine Show beherrscht merkt das Publikum ja auch nicht, dass in der schwarzen Kiste gar kein Mensch zersägt worden ist.

Über ihre Stärken und Schwächen ist bis jetzt so gut wie nichts bekannt. Sie benutzt aber in sexueller Hinsicht sehr selbstbewusst - für Männer gibt es auch eine Mutprobe. Wer sie nicht auf diese Weise befriedigt has lost The Game.

Mir fällt hier auch ein weiteres Gefälle auf – sie als Frau, die selbstbestimmt ist und dies am eindrücklichsten über ihren Körper ausdrückt, wird von Ärzten ruppig behandelt. Sie ist den Ärzten ausgeliefert, die an ihr eine Operation durchführen werden, die möglicherweise Stuhlinkontinenz zur Folge haben wird.

Dank diesem Gefälle besteht jetzt sehr viel Raum, wo die Protagonistin handeln kann. Falls ihre Freiheit weggennommen wird – wie erkämpft sie diese zurück? Falls sie auf ihrer Freiheit besteht, wie geht der Kampf zwischen ihr und der restlichen Welt aus?




*kröööt*

Dienstag, 26. März 2013

Elefäntchen und ihr Futter.


*tröööt*.

Nicht *gurr*. Für einmal. Und das hat einen Grund.


Die Eule war in der letzten Zeit sehr beschäftigt. Sie benutzte wieder einmal ihre verkümmerten Restflugmuskeln und schleppte für ein paar €ulos Flugreklame im Wald herum.

"Jeg er en hyggelige elg!"

Die Waldtiere guckten der Eule nach und kratzten sich am Kopf. Sie waren sich einig, dass die Eule wieder im Tierheim leben sollte. Das sei besser für alle.

Aber das Flugvieh kam wieder vorbeigeflattert:

"Smil til verden og verden tror du er gal!"

Und nun reichte es den Tieren. Ein aufgebrachter Trupp Wildschweine verbrachte die zeternde Eule ins Hochsicherheitstierheim. Und da ich zur Zeit nur noch über ihren Anwalt Kontakt zur Eulilein habe, hat ein Elefäntchen mir eine Aufgabe gestellt, die nicht minder abenteuerlich ist.


Ich soll dieses Gemüse verzehren, und einen Tatsachenbericht über deren Verkostung und Verdauung abliefern:




Na. Wohl bekomms. :-/

Und da die Eule nicht mehr Werbereklame durch den Wald schleppen will, hat sie einen Minijob als Marathonläuferin gefunden:



*kröööt* *und psst, der Apfel gehört eigentlich nicht dazu*

Donnerstag, 21. März 2013

Feuchtgebiete: Ein service public, Teil I


Das Buch ist angekommen. Bestellt habe ich es bei exsila.ch, eine Büchertauschbörse, wo man seine benutzte Literatur zum Verkauf einstellen kann und natürlich auch benutzte papyri bestellen kann. In der Regel sind die Bücher in einem guten Zustand, haben also zwei Buchdeckel wie jedes andere Buch auch und man liest sie, wie gewohnt, von links nach rechts.

Mir ist klar, dass ich mich vor dieser Sissifuss-Arbeit nicht zurückschrecken kann. Dieses Örtchen im WWW hat genug Staub angesammelt, bereits hüfthoch (für die Eule eher so schnabelhoch, also atmen kann sie gerade noch, kriechen auch) und jetzt wo wieder ein Weg gebahnt ist vom WWW zu diesem kleinen, unbedeutenden Blog müssen wir uns auch um die paar wenigen Gäste kümmern.


Ich weiss gar nicht so recht, was mich mit diesem Buch erwartet. Eine befreundete Sprachwissenschafterin drohte mir, sie würde jeglichen Kontakt abbrechen, sollte ich es lesen.

Aber da der Eulenschutz ein hohes Gut ist – man will schliesslich nicht, das Geflügel nächtens aus Langeweile vom Baume fällt – konnte ich mit ihr räsonieren und so sie hat mir es erlaubt, mich diesen Feuchtgebieten zu widmen. Und letztlich ist die Eule selbst eine Sprachwissenschafterin. Einfach von der zweibeinigen Sorte mit mehr Gefiedersubstanz als Geistesverstand.


Was ist meine bisherige Erfahrung mit diesem Thema?

Natürlich werde ich das nicht so beantworten wie ihr das jetzt denkt.

Es geht nämlich darum, dass ich viel zu viel gelesen habe. Darum: Systematic Literature Review ftw!

Ich krame mit den Stichworten "Sex", "Sexualität", "Intimimimimität" und "Literatur" in meinem Gedächtnis und werte die gefundene Literatur aus. Vieles habe ich vor langer Zeit gelesen darum ist mein Gedächtnis nicht so gerade auf der Höhe. Trotzdem - on y va!

"Angst", von Stefan Zweig: Ein faszinierender Kurzroman darüber, was für ein grausames Gefängnis die Unehrlichkeit bzw. dessen Verdecken sein kann. Die Frau in dieser Geschichte nimmt sich jede Möglichkeit, sich selbst zu befreien.

"Brennendes Geheimnis", auch vom Stefan Zweig. Da geht es eher um ein Kind, das die Ehrlichkeit seiner Mutter erwartet (und ja darauf vertrauen muss), und ihr Doppelspiel mit einem Mann, von dem aber das Kind weiss.

"Drop City", von T. Coraghessan Boyle: Da geht es schon mehr zur Sache. Und schildert ziemlich ausführlich das Scheitern einer Hippie-Gruppe, welche sehr viele Ideale verspricht, aber keines einlösen kann. In dieser Geschichte wird das Problem gestreift, dass die Einwohner von "Drop City" zwar keinen Besitz kennen wollen, aber umgekehrt auch dagegen sind, dass jede Frau dann allen Männern "gehört".

"The Dying Animal" von Philip Roth: Ein älterer Literaturprofessor verliebt sich in eine attraktive Studentin kubanischer Abstammung, und sie verliebt sich in ihn. Zwar profitieren beide voneinander – er kann sich wieder als Mann mit Lebenskraft fühlen, und sie profitiert von der grossen Lebenserfahrung des Professoren. Über lange Strecken sinniert der Professor über die sexuelle Befreiung während den 60ern und 70ern, aber benutzt seine Freundin eigentlich nur als Versuchsobjekt, um seine Freiheiten auch ausleben zu können - während sie sich darüber aufregt, dass sie nicht gemeinsam in ein Theater gehen können. Wie denn auch, er als Literaturkritiker mit einer eigenen Sendung, er, weit bekannt, er, mit einer Studentin zusammen?

"Sexus", von Arthur Miller: Ich habe es letztes Jahr angefangen, und dann fand ich, obwohl der Schreibstil faszinierend war – doch irgendwie langweilig. Ich sollte mir nochmal einen Ruck geben.

Es geht um einen abgewrackten Autoren, ohne jegliches Ziel im Leben, der in einem Schwall alle seine Eindrücke auf die Leser prasseln lässt. Er betäubt sich mit Alkohol und Sex, und ja, das Leben geht ja schon irgendwie weiter.

"Das sexuelle Leben der Catherine M.", von Catherine Millet: Das Buch habe ich mir schon lange vor diesem Blogprojekt angetan. Aber darüber erzähle ich lieber nichts. Sonst bekommt ihr noch eine falsche Vorstellung davon, wie ich die Flora und Fauna des Feuchtgebiets beschreiben werde.


Und so gehts los. In Teil II.




P.S.: Beisshölzer gegen Cliffhangergefühle sind bei TOM erhältlich. Einfach bei der Bestellung angeben, ob es ein Verbrenner oder ein Erdmöbel sein soll.

Mittwoch, 20. März 2013

Howl

Kürzlich habe ich mir den fantastischen Film "Beginners" mit Ewan McGregor und Mélanie Laurent angeschaut. Der Film handelt vom verschlossenen Künstler Oliver, dessen Vater erst mit 75 Jahren sein Coming-out hatte und seither voller Neugierde und Leidenschaft den Rest seines Lebens geniesst. Nach dem Tod seines Vaters verliebt sich Oliver in die eigenwillige Anna, welche ihn an seinen Vater erinnert.
In einer Szene des Films wurden die 35. und 36. Strophe des Gedichts "Howl" von Allen Ginsberg zitiert: 



die sich von frommen Motorradfahrern in den Arsch ficken ließen und schrien vor Freude,


die den Matrosen einen bliesen, diesen Seraphen in Menschengestalt, 
und sich von ihnen einen blasen ließen, atlantische Zärtlichkeiten und karibische Liebe,

Ich war und bin nach wie vor fasziniert von dem schier unendlichen Gedicht. Ich habe etwas über den Autoren Allen Ginsberg recherchiert und bin beeindruckt. Manche kennen das Gedicht möglicherweise, da es seinerzeit wohl recht bekannt war, doch wie bei so vielem bin ich auch dafür zu jung... Auch das Leben des Carl Solomon, welchem Ginsberg das Gedicht widmete, scheint mir mehr als interessant

Natürlich musste ich meine Euphorie mit dem Panzertierchen teilen, und hab ihm das Gedicht gezeigt. Ein Fehler. Ein grosser Fehler. Denn... 



Mache Zeichnungen, Gemälde und Bilder von fünf von diesen Strophen 


*eul*

Sogottwill (oder der Krötensatan) mache ich mich denn mal an die Arbeit, lese mir das Gedicht noch ein Paar mal durch, und werde mich dann kreativen Herzens an die Gestaltung machen! Steht mir bei und denkt an mich beim Lesen! Odernaja, denkt nicht zu fest an mich dabei... 

*gurr*

Donnerstag, 14. März 2013

Annuntio vobis gaudium magnum



Weil die Eule (die ich verfluche) kürzlich in einer Bücherbrocki herumgegurkt ist (was ich noch mehr verfluche), hat sie mir einen Buchtipp gegeben, der sozusagen zur nächsten Aufgabe geworden ist.

Und so verfluche ich das Federkugelvieh noch viel mehr.

Sie hat mir einen Auftrag gegeben, eine Unternehmung, in welcher die grossen Taten eines Shackleton, eines Magellan oder eines Lewisandclarks nachhallen.

Ich soll "Feuchtgebiete" lesen. Und wöchentlich darüber berichten.


*wimmer*


To boldly read what no kroutenturtle has read before.