Sonntag, 13. Januar 2013

KKK - das Bild

So, auch ich habe eine Mini-Aufgabe für heute bekommen, und zwar lautete sie:

zeichne eine zeichnung zu den folgenden stichworten:
kaktus, kroute, kola!

Phu nun okay... Da ich gerade etwas faul war (etwa genauso faul wie die Schildkröte bei ihrem Scherenschnitt... gell simop?) habe ich Stift und Papier beiseite gelegt und mich im Photoshop künstlerisch betätigt! Meine Kreation hat den Titel "KKK - Kaktus, Kroute, Kola".


Die Schildkröte mit Kaktus-Stacheln auf dem Rückenpanzer und einem Koka Kola Schriftzug auf der Seite, denn ohne Kola kann die Kröte nicht leben!

*gurr*

Samstag, 12. Januar 2013

Scherenschnitt

"Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr", murmelte die Eule, und hiess mich einen Scherenschnitt anzufertigen. Denn wir beschlossen, den Blog wieder einmal von der meterdicken Schicht Datenstaub zu befreien und etwas neues zu posten. Und für diesen Neuneuanfang soll ich einen Scherenschnitt machen. Ihre Anweisungen waren hilfreich:
halt wie früher im kindergarten
oder wann auch immer du zuletzt einen gemacht hast
Wann hatte ich eigentlich zum letzten mal einen Scherenschnitt gebastelt? Das muss im Kindergarten gewesen sein. In dieser Zeit, so meinen einige, hätte ich noch eine Eierschale auf dem Kopf getragen. Ich hingegen sage: Das war mein Calimero-Kostüm für den Fasnachtsumzug. Auch wenn viel Zeit vergeht, wird nicht alles klarer. Und so habe ich mich an einem Scherenschnitt versucht, habe alle meine Finger verschont und das ist das Resultat:

Samstag, 10. November 2012

Das Lob der Trägheit

Letztens, zu den Präsidentenwahlen in den USA, war ich in eine Diskussion verwickelt. Was eigentlich wäre ein Grund, Mitt Romney zu wählen?

Da meinte einer, Obama könne man nicht wählen, vor allem wenn man von der christlichen Seite her komme.

Aber, Rmoney (Tippfehler beabsichtigt) sei ja geradezu die Verkörperung von einigen Todsünden, meinte ich. Zum Beispiel die Habgier.

Aber hier mal die sieben Todsünden:

Hochmut. Neid. Zorn. Trägheit. Habgier. Völlerei. Wollust. (Unter "Wollust" verstand ich lange Zeit das, was meine Grossmutter so gerne tut, nämlich mit Wonne Wolle zu Socken zu verstricken.)

Bei der Rörschersche zu den sieben Todsünden driftete ich ab und entdeckte die Holzstiche, die zu diesem Thema von Hieronymus Cock (*1510 – † 1570) nach Zeichnungen von Peter "der Drollige" Bruegel angefertigt wurden.

Ich fragte mich nur, welche Gewürzmischung geraucht und wieviele Kisten Sekt aufgebrochen und wieviele Lustknaben gebucht wurden, während diese Holzstiche entstanden. Wer denkt sich sowas aus, biddeschön?




Die EULE auf dem DUSCHVORHANG! Die war mittendrin dabei und hat mir nichts davon gesagt!



Und etwa so dürfte der Schaffensprozess selbst ausgesehen haben (Zeichner nicht im Bild):


Und nach getanem Kunstschaffen wurden die Opfer sorgsam von Ratten gepflegt:



Und das alles im 16. Jahrhundert. Es war eine tolle Zeit, früher war sowieso alles vieeel besser und ich durfte nicht dabeisein. :(


Aber diese Bilderserie zu den sieben Todsünden ist faszinierend. Und nun ist es meine Aufgabe, das Bild "Trägheit" zu kolorieren:



Mittwoch, 10. Oktober 2012

Julbukken fra Gævle II

Es hat jetzt lange gedauert. Ich musste mich von den Strapazen dieses Blogs erholen und brauchte langes und geduldiges Zureden der furchtlosen Öile, um diese Sache wieder in die Hände zu nehmen.

*krach*

Jetzt ist sie mir wieder aus den Händen gefallen.
Also: Im letzten Beitrag hatte ich ich euch mein neues Haustier vorgestellt, diese schwedische Gewitterziege aus Stroh (IKEA, 1.95). Das grosse Original wird jeweils vor Weihnachten in Gävle aufgestellt, und es soll die Herzen von Touristen und kleinen Kindern erfreuen.
Die Herzen von bösen Buben aber, die werden auf eine andere Weise erfreut - nämlich durch das Abfackeln dieser Jule-Ziege.

Und dies ist letztes (!) Jahr bei mir geschehen:

Hier sehen wir das arme Tier, wie es auf der Seite liegt und sein Schicksal erwartet. Noch hat es ein ganz wenig Hoffnung.
 
Diese Schildkröte des Verderbens wird Gift speiend der Ziege den Garaus machen. Das ist sicher.

Die Schildkröte hat das Brennspiritusgift gespien und der Julbukk ist umgefallen! So ein schwaches Wesen!

...Feuer wurde gelegt!

...das Tier schön in Brand gesteckt!

...es kommt sich verkohlt vor!

...das Ende naht!

...und es kann nicht mehr!

...und auf zum nächsten Jahr!

Freitag, 2. Dezember 2011

Julbukken fra Gævle

Hei kjære lesere,

diese Schweden sind schon ganz komische Leute. Nicht nur werden sie von den Amis häufig für Schweizer gehalten, sondern auch ihre Sprache entspricht nicht dem, was ich mir gewohnt bin. Er rubb og stubb merkelig, ikke sant?

Nicht nur verkleiden sich Mädchen als Hexen und Knaben als Penner, und an Santa Lucia tritt alljährlich der Ku-Klux-Klan zusammen. Jede halbwegs nette Frau wird "Vill du fika?" gefragt, und noch mehr abstruse Dinge kann man bei satwcomic.com nachlesen. Das ist die Enzyklopädie über alles Skandinavische.1

Lang Rede krapp sinn, modige nordmenn!

Es geht um das Mysterium des Ziegen-Abfackelns. Jedes Jahr wird in Gävle eine rund sechs Meter hohe Ziegen-Figur aus Stroh aufgestellt und dekoriert.

Und fast jedes Jahr wird in Gävle eine rund sechs Meter hohe Ziegen-Figur aus Stroh angesteckt und niedergebrannt.

Genauso wie der sonst darbende Fremdenverkehr Gävles zu 999 Promille von diesen tierunfreundlichen Spektakel genährt wird2, hängt mein Ruf als mässig erfolgreichem Bohémien entscheidend davon ab, dass meinem Bleistift gute Striche und meiner Kamera gute Aufnahmen gelingen.

Wohl bekomms! Und das ist jetzt meine Aufgabe:

Meine Aufgabe jetzt wird es sein...

...DEN KLEINEN, IN CHINA GEZEUGTEN BRUDER VON JULEBUKKEN MIT DEM LODERNDEN FEUER ZU VEREINIGEN UND DIESE TAT FOTOGRAFISCH FESTZUHALTEN!

   Julbukken med linser

Als erstes werde ich mir ein Storyboard zeichnen, denn ich habe ja noch Zeit bis sich der grosse Bruder in Gävle in Rauch auflöst...




Hjertelig hilsen,

skilpadden!


1 Man versteht dort ohne grosse Mühe, warum die Norweger als die wahrhaftigen, die Färöer als die wahrhaftigeren und die Isländer als die wahrhaftigsten aller Skandinavier gelten. Über die Kaltland-Ungaren und die anderen verlieren wir hier keine Worte mehr.
2 In der norwegischen Wikipedia ist der Artikel "Gävle" exakt 40 Worte lang. Trotz 92'000 Einwohnern. Und einer bis 1442 zurückreichenden Geschichte. Man sieht nicht, warum Gävle auch nur von einer müden Eule bewohnt sein sollte.

Dort ist ausser brennenden Ziegen
wahrhaftig nix zu kriegen.
Oder die norwegsche Wikipedia ist schuld,
ereifer' ich mich in übler Ungeduld!